Über mich

Angefangen hat alles mit zwölf Jahren, Anfang der Achtziger, mit einer kleinen Kamera von meinen Eltern – und Filmdosen, deren Abzüge mich meistens eher enttäuschten. Die Kamera wanderte erstmal in die Schublade.

Mit sechzehn entdeckte ich im Keller meines Vaters ein altes Fotobuch von Günter Richter – und plötzlich verstand ich, wie viel Licht und ein paar einfache Grundlagen ausmachen können. Ich lieh mir die Kamera meines Bruders, zog früh morgens durch das menschenleere Regensburg und probierte aus, was ich gelesen hatte. Meine Eltern waren so begeistert von den Ergebnissen, dass sie mir eine Minolta 300 schenkten – von da an hat mich die Fotografie nicht mehr losgelassen.

Es gab ruhigere Phasen, bis ein Kollege mich auf die neuen Systemkameras aufmerksam machte – und wieder war es ein Buch, „Landschaftsfotografie für Einsteiger“ von Scott Kelby, das den Funken neu entfachte.

Den Rest erledigt meine tägliche Fahrt zur Arbeit: von Rosenheim Richtung Traunstein, am Chiemsee vorbei, mit den bayerischen Voralpen im Blick – im Sonnenaufgang hin, im Sonnenuntergang zurück. Irgendwann habe ich aufgehört, die Kamera zu Hause zu lassen. Seitdem liegt sie meistens im Kofferraum, und ich stehe auch mal früher auf oder plane am Vorabend, wo es mich hinzieht.

Am meisten fasziniert mich, was Licht mit einer Landschaft macht – Orte, die tagsüber unscheinbar wirken, können im richtigen Moment atemberaubend werden. Dazu die Ruhe des Wartens, und später am Computer die Bilder wiederzuentdecken und zu bearbeiten.